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Ratgeber Garten – Oktober 2009 – Gartenarbeiten im Oktober

Welchen Boden habe ich?, Gartenarbeit ohne Rückenschmerzen, Sträucher und Bäume pflanzen, Pflanzung: Schritt-für-Schritt, Markttage, Gärtnern nach dem Mond im Oktober, Aktuelles aus dem Tomatenparadies

Gartenarbeiten im Oktober

Laub sammeln und kompostieren, Koniferenhecken zum letzten Mal schneiden. Neu geplante Beete vorbereiten: Unkrautwurzeln entfernen, schwere Böden umgraben, leichte Böden mit Grabgabel lockern und mit Kompost oder Gesteinsmehl düngen, nicht winterharte Kübelpflanzen ins Haus bringen, Laubgehölze pflanzen, Winterschutzmaterial besorgen, bei Bedarf eine Bodenanalyse durchführen lassen, Rasen zum letzten Mal mähen, beste Zeit zur Anlage von gemischten Zierpflanzungen.

Welchen Boden habe ich?

Den Boden zu untersuchen ist wichtig und nicht schwierig. Die beste Zeit hierfür ist der Spätherbst. So können Sie eventuellen Problemen für die nächste Pflanzsaison vorbeugen und herausfinden, wieso manche Pflanzen nicht gedeihen. 
Bodenproben zur Ermittlung des pH-Wertes oder des Nährstoffgehalts entnehmen Sie an einem trockenen, sonnigen Tag. Sie brauchen dazu einen sauberen Eimer und eine saubere Pflanzkelle.



So wird es gemacht:

  • Den Humusgehalt ermitteln Sie, indem Sie mit einem Spaten den Boden etwa 30 cm tief freilegen. Ist die obere, dunkelbraune Schicht stärker als 10 cm, ist das Ergebnis gut.
  • Je mehr Regenwürmer, desto besser ist der Boden
  • Graben Sie ein 30 cm tiefes und 60 cm breites Loch und lassen Sie es mit Wasser volllaufen. Ist das Wasser nach einer Stunde noch nicht versickert, ist der Unterboden verdichtet. Den Boden tiefgründig lockern, Kompost oder Sand untermischen. Ist das Wasser innerhalb einer Viertelstunde versickert, ist der Unterboden zu durchlässig. Dagegen hilft reichlich Kompost in den Oberboden einarbeiten.

Gartenarbeit ohne Rückenschmerzen

Wenn Sie folgende Tipps beachten, können Sie Rückenschmerzen bei der Gartenarbeit vorbeugen:

  • Bewegen Sie sich während der Arbeit langsam rückwärts.
  • Verdrehen Sie nicht nur den Oberkörper sondern wenden sie den gesamten Körper. Jedes Recken und Verdrehen führt zu Verspannungen.
  • Arbeiten Sie federnd aus den Knien und mit geradem Rücken.
  • Achten Sie auf geeignetes Werkzeug: Der Spatenstiel sollte ihnen bis zur untersten Rippe reichen und gut in der Hand liegen.

An die Natur denken!

Häckseln oder verbrennen Sie Laub oder abgeräumte Staudenstängel nicht vor Wintereinbruch. In und an den Pflanzenteilen befinden sich Überwinterungsstadien zahlreicher Insekten. Sammeln Sie das Material im Zweifelsfall und kompostieren Sie es erst im Frühjahr. 
Jetzt ist auch Zeit Nistkästen zu reinigen. Nehmen Sie dazu einen Pinsel und eine scharfe Kernseifenlösung. Ohne Reinigung nisten sich schnell Parasiten ein. Nistkästen werden auch von Gartenschläfern oder Haselmäusen als willkommenes Winterquartier angenommen. 
Ein Reisighaufen in einer abgelegenen Ecke dient Igeln, Eidechsen, Blindschleichen oder Vögeln als Unterschlupf.

Sträucher und Bäume pflanzen

Warum im Herbst pflanzen? Im Herbst pflanzen hat gegenüber der Frühjahrspflanzung einen entscheidenden Vorteil: Während des Winterhalbjahrs kann der Strauch oder Baum genügend Wurzeln bilden, um die trockene Frühjahrszeit besser zu überstehen. Ausnahme: Immergrüne Gehölze sollten Sie zur Vermeidung von Trockenschäden im Winter bereits früher im Spätsommer pflanzen.

Die Frage des Standorts

Wenn Sie einen Baum pflanzen wollen, planen Sie genügend Raum ein. Mindestens drei Meter sollte der Abstand zum Haus betragen. Und auch der Nachbar wird es Ihnen danken, wenn Sie einige Meter von der Grundstücksgrenze entfernt pflanzen. Achten Sie auch auf Versorgungsleitungen im Boden, bevor Sie zum Spaten greifen.

Checkliste für die Pflanzung

Handelt es sich um einen vollsonnigen, halbschattigen oder schattigen Standort? Wie groß ist der zur Verfügung stehende Luftraum, in den der Baum hineinwachsen soll? Wird der Schatten des ausgewachsenen Baumes andere Pflanzen im Garten oder Sitzplätze beeinträchtigen? 
 Wie soll die Fläche unter dem Baum genutzt werden? 
 Welche Grenzabstände sind zu beachten? 
Soll mit Blüten, Blättern oder der Herbstfärbung ein Akzent im Garten gesetzt werden? Bei einem Obstbaum: Wie kann das Obst verwertet werden? 
 Steht der Baum oder Strauch in einer Sichtachse, z. B. vor dem Küchenfenster und versperrt später die Aussicht?

Was ist beim Kauf zu beachten?

Es gibt Bäume und Sträucher für alle Gartengrößen. Großbäume (20-30 m hoch) sind: Spitzahorn, Sandbirke, Kastanie, Platane, Stieleiche und Winterlinde. Mittelgroße Bäume (5-20 m hoch) sind Kugelahorn, Schwarz- und Trauerbirke, Holzbirne, Baumhasel, Ulme oder Erle; kleine Bäume (bis 10 m) sind die Schnee-Kirsche, der Wildapfel oder die Blumenesche. Obstbäume können bis zu 15 m hoch werden. Am kleinsten bleiben Quitte und Sauerkirsche. 
Hochstämme haben einen mindestens 180 cm hohen, langen und geraden, fehlerfreien Stamm. Die Stammlänge bei einem Halbstamm beträgt 100 bis 120 cm. Heister sind baumartig wachsende , am Stamm verzweigte Gehölze ohne Krone.

Checkliste Baumkauf

Die Triebe sind kräftig, der Wuchs buschig. Der Habitus ist gleichmäßig, kein Schiefwuchs und ohne kahlen Stellen. Stamm, Äste und Triebe sind ohne Verletzungen. Ballenpflanzen haben einen intakten, gut geformten Erdballen mit einem gut verknoteten Ballentuch. Containerpflanzen haben eine gut durchwurzelten, festen bis unter den Rand des Behälters mit Erde gefüllten Container. Ballenlose Pflanzen haben kräftiges, für die Größe der Pflanze ausreichend langes Wurzelwerk mit Faserwurzeln ohne Verletzungen oder Einrissstellen. Sie sind deutlich günstiger, dafür dauert es etwas länger, bis sie angewachsen sind.

Die Pflanzgrube

Faustregel: Die Pflanzgrube des Baums sollte etwa doppelt so groß wie der Umfang seines Wurzelwerkes sein. Für einen Jungbaum genügt eine Grube von 100 cm x 100 cm Breite und 50 cm Tiefe. Tipp: dunklen, humusreichen Oberboden und tiefer gelegenen, helleren Unterboden getrennt lagern. Beim Einfüllen den humusreichen Boden wieder obenauf geben. In tieferen Bodenschichten kann er den Wurzeln schaden. Auch frischer Mist oder angerotteter Kompost hat am Boden der Pflanzgrube nichts zu suchen. Verbessern Sie lediglich den Oberboden mit Komposterde oder Rindenhumus.

Pflanzung: Schritt-für-Schritt

Pflanzen ohne Ballen einen Tag vorher in Wassers stellen. Bäume dürfen nicht in der Pflanzgrube versenkt werden. Lassen Sie den Wurzelhals mit der Erdoberfläche abschließen. Ein Wurzelballen sollte sogar etwa 3cm überstehen. Wichtig ist, dass Sie das Ballenleinen oben aufschneiden. 
Bei veredelten Obstgehölzen muss die Veredelungsstelle mindestens eine Handbreit über dem Boden bleiben. Ansonsten bildet die aufveredelte Form selbst Wurzeln. Beim Füllen der Pflanzgrube alle Hohlräume zwischen den Wurzeln mit Erde auffüllen. Vorsichtiges Rütteln, Antreten und Einschlämmen. Lassen Sie einen Gießrand am Rand der Pflanzgrube. Das erleichtert später die Arbeit und ausreichend große Wassermengen können angestaut werden. Decken Sie den Bereich der Baumscheibe mit Rasenschnitt, grobem Kompost oder Rindenmulch ab. So wird eine Austrocknung vermieden und der Boden bleibt locker und humos.

Anbinden

Bis ein Baum mit seinem Wurzelwerk festen Halt gefunden hat, vergehen oft Jahre. Das Anbinden des Stammes ist daher eine unverzichtbare Hilfe. Schlagen Sie den Pfahl vor Einsetzen des Baumes ca. 50 cm tief in die Pflanzgrube. Sein oberes Ende sollte etwa unterhalb der Krone abschließen. Befestigen Sie den Stamm mit einem Kokosstrick, indem Sie diesen in Form einer Acht binden, am Pflock verknoten und festnageln. Überprüfen Sie gelegentlich und lockern Sie bei Bedarf.

Markttage

Jeden Samstag sind wir in Tihany auf dem neu gegründeten Ökomarkt und jeden Sonntag in Káptalantóti auf dem Ökomarkt bei der Liliengärtnerei von 8 Uhr bis 14 Uhr mit unseren Produkten vertreten. Freitag, 2.Oktober: Ausstellung mit Verkostung von Ökoprodukten aus der Region Balaton am Marktplatz in Keszthely. Samstag, 10. Oktober: traditioneller Bio-Markt in Öriszentpeter.

Gärtnern nach dem Mond im Oktober

Fruchttage: 6, 7, 14, 15, 22, 23, 24, 30, 31. An Fruchttagen im zunehmenden Mond ist das Säen, Pflanzen und Ernten von fruchttragenden Pflanzen besonders begünstigt. Bei abnehmendem Mond Schnittarbeiten. Wurzeltage: 8, 9, 16, 17, 25. Die Wurzeltage sind besonders günstig zur Aussaat, Pflanzung und Pflege von Wurzel- und Knollengemüse. Blütentage: 1, 2, 10, 11, 18, 19, 26, 27. Blütentage wirken sich positiv auf Pflegearbeiten und Aussaat von Blumen und Blütenpflanzen, sowie Heil- und Küchenkräutern bei denen die Blüten Verwendung finden aus.Blatttage: 3, 4, 5, 12, 13, 20, 21, 28, 29. An Blatttagen sollten Salate, Blattgemüse und Kräuter bei denen das Blattwerk Verwendung findet gesät und gepflanzt werden.

Stammtisch in Kehida

JJeden Freitag ab 18 Uhr findet in Kehida, gegenüber des Thermalbades, im gemütlichen Restaurant „ Mediterran Ételbàr“ der Stammtisch für Hobbygärtner und Naturfreunde statt. Walter Schneider wird im Oktober 2009 ab 19 Uhr anwesend sein und gerne mit Tipps und Ratschlägen zur Verfügung stehen. Der Stammtisch ist unverbindlich und die Küche vorzüglich.

Aktuelles aus dem Tomatenparadies

Unser Hofladen ist im September wieder Montag, Dienstag und Donnerstag, Freitag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Mittwoch und am Wochenende Öffnungszeiten nur nach telefonischer Absprache unter 06-30-9142456. Im Angebot sind hausgemachte Marmeladen und Säfte aus 100% ungespritzten Früchten, Kräutertees, Apfel und Kräuteressige, Knoblauch-Ingwertinktur sowieBoden und Pflanzenhilfsmittel, Verfrühungsfließ und Mulchfolie. Getrocknete Brennesseln und Schachtelhalm als Tee und als Pflanzenhilfsmittel.

Natürlich steht Ihnen Öko-Gärtner Walter Schneider für alle Fragen zu Permakultur, Bio Anbau, Tomaten und Paprika persönlich, telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.

Informationen

Walter Schneider
Paradicsom – Kert Almásháza
8935 Almásháza, Béke ut. 23
Tel. 0036 (30) 9142456
tomatenparadies@vollbio.de
www.tomatenparadies.gmxhome.de