Ungarn: Virusspuren im Abwasser sinken

Die Spuren des Coronavirus im Abwasser, ein Indikator für den Verlauf der Epidemie in der kommenden Zeit, sind landesweit rückläufig, sagte der leitende Infektiologe des Budapester Zentralkrankenhauses Süd-Pest – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



János Szlávik sagte gegenüber dem Nachrichtensender M1, dass die Zahl der Patienten im Krankenhaus zwar entsprechend zurückgeht, die Fallzahlen auf den Intensivstationen aber weiterhin extrem hoch sind. Dies deute auf einen langsameren Rückgang der Zahl der Todesfälle hin, sagte er. Derzeit sind schätzungsweise 50-60% der Bevölkerung vor dem Coronavirus geschützt, entweder durch Impfung oder weil sie sich bereits von dem Virus erholt haben.

Etwa 1-3 Millionen weitere Menschen müssen noch geimpft werden, damit die Übertragung im Land gestoppt werden kann, sagte Szlávik. Er fügte hinzu, dass sich die Pandemie-Situation an einem kritischen Punkt befinde und er rief die Öffentlichkeit auf, „zusammenzustehen“ und „falsche Propheten“ zu ignorieren.