Deutlich mehr Gäste in ungarischen Heilbädern

Im Vergleich zum letzten Sommer kann die Bäderbranche auf einen stark verbesserten Juni und einen erfolgreichen Juli zurückblicken. Dies geht aus den aggregierten Daten von mehr als 40 inländischen Bädern mit touristischer Bedeutung hervor, die auf einer Umfrage des Ungarischen Bäderverbandes und der Ungarischen Tourismusagentur basieren – berichtet das Reiseportal turizmus.com.



Dank der Aufhebung der Beschränkungen im Juli und des günstigen Wetters war dieser Sommer bisher deutlich besser als der vorherige, teilte die Ungarische Tourismusagentur dem Reiseportal turizmus.com mit. Im Juni und Juli übertrafen die Gesamtzahl der Gäste und der Umsatz der international bedeutenden Heilbäder den Vergleichszeitraum des Vorjahres um 48 Prozent bzw. 62 Prozent. Bei den Heilbädern von nationaler Bedeutung lag der Anstieg bei 98 Prozent bzw. 85 Prozent, bei einigen Einrichtungen sogar noch höher. Auch der August sieht nach Angaben der Heilbäder vielversprechend aus.

Es ist interessant festzustellen, dass Bäder, die in den letzten Jahren ihre Kapazitäten erweitert oder komplexe Produkte und Dienstleistungen entwickelt haben und in denen neue Dienstleistungen zum Management der Bad-Betreiber hinzugekommen sind, eine schnellere Erholung der Gästezahlen und Einnahmen verzeichnen.

Die kürzlich neu aufgelegte Nationale Tourismusentwicklungsstrategie 2030 – Tourismus 2.0 enthält ein eigenes Kapitel über den Spa-Sektor mit dem Ziel, die Kultur des Gesundheitstourismus im In- und Ausland neu zu beleben und zu positionieren sowie den Sprung in der Servicequalität und im Kundenerlebnis zu fördern und zu beschleunigen, so die MTÜ in einer Erklärung.

Das vorrangige Ziel für den Entwicklungszeitraum 2021-2027 ist die Modernisierung von Heilbädern und Kurorten mit touristischen Attraktionen, wofür 150 Milliarden Forint zur Verfügung stehen sollen. Dies kann zu einer raschen Erholung, zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, zur weiteren Anhebung des Standards der medizinischen Behandlung und zur Förderung einer gesunden Lebensweise beitragen, hieß es.