Szijjártó: Ungarns Wirtschaft gehört zu den „Gewinnern der neuen Weltwirtschaft“

Ungarns Wirtschaft habe Mitte 2021 wieder das Niveau von vor der Pandemie erreicht, während die Weltwirtschaft dies erst Ende 2022 tun werde, sagte Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó bei seiner jährlichen Anhörung im Parlament – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Die ungarische Wirtschaft habe in den letzten zwei Jahren „einen Rekord nach dem anderen gebrochen“, sagte er. Während weltweit 114 Millionen Menschen aufgrund der Pandemie ihre Arbeit verloren hätten und das globale Investitionsvolumen um 42 % eingebrochen sei, hätten mehr Ungarn als je zuvor einen Arbeitsplatz. Das BIP-Wachstum des Landes habe im zweiten Quartal einen Rekordwert von 17,8 % erreicht, sagte er. Diese Erfolge seien der konsequenten Steuersenkungspolitik der Regierung zu verdanken, fügte Szijjártó hinzu. Staatliche Gelder würden nun zur Verhinderung von Arbeitslosigkeit eingesetzt, anstatt sie zu finanzieren, sagte er. Die Regierung habe auch die „vorübergehend laxe“ EU-Gesetzgebung genutzt, um die Finanzierung von Investitionen an Unternehmen zu binden, die ihre Mitarbeiter halten, sagte er.

In diesem Jahr sei eine Rekordzahl von 57 Investitionsvereinbarungen im Gesamtwert von 4 Milliarden Euro abgeschlossen worden, sagte er. Die Regierung unterstützte sie mit rund 200 Milliarden Forint (547,8 Mio. EUR) an Zuschüssen, wodurch 9.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden, sagte er. Auch die Exporte sind in diesem Jahr stark angestiegen: Die Daten der ersten neun Monate zeigen ein Wachstum von 16 %, wodurch sich das Exportvolumen auf 112 Milliarden Euro erhöht hat, sagte er.

Im Rahmen des Investitionsförderungsprogramms, das zur Bewältigung der Folgen der Coronavirus-Pandemie aufgelegt wurde, wurden die Investitionen von 1.380 Unternehmen mit 373 Milliarden Forint unterstützt, was einem Gesamtwert von 900 Milliarden Forint entspricht, sagte Szijjártó. Die Maßnahme habe dazu beigetragen, rund 290.000 Arbeitsplätze zu erhalten, was Ungarn zu einem erfolgreichen Konkurrenten bei der Umstrukturierung der globalen Wirtschaftskapazitäten mache, sagte er.