Ungarn und Ecuador unterzeichnen Kooperationsabkommen in den Bereichen Verteidigung und Kohlenwasserstoffindustrie

Ungarn und Ecuador unterzeichnen ein Abkommen über die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich und in der Kohlenwasserstoffindustrie mit dem Ziel, Sicherheitsrisiken zu vermeiden und die Energieversorgung zu gewährleisten, erklärte Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó in Quito – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden


Die Welt stehe vor schweren Sicherheits- und Energieversorgungskrisen, und die Länder, die möglichst umfassende Partnerschaften aufbauen, würden diese am besten bewältigen können, zitierte das Außenministerium Szijjártó. „Je mehr Länder mit uns zusammenarbeiten, desto leichter wird es sein, die Sicherheits- und Energieversorgungskrise zu überwinden“, sagte Szijjártó. Das Abkommen über die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich konzentriere sich auf Operationen zur Krisenbewältigung, sagte der Minister und fügte hinzu, dass rund 1.000 ungarische Soldaten in friedenserhaltenden und Anti-Terror-Missionen weltweit im Einsatz seien, viele davon gemeinsam mit ecuadorianischen Streitkräften. „Unser geografischer Schwerpunkt ist natürlich der westliche Balkan, aber wir sind auch im Nahen Osten, in Afrika und Südeuropa präsent“, sagte er. Ziel dieser Operationen sei es, neue bewaffnete Konflikte zu verhindern und die Migration einzudämmen, da Sicherheitsrisiken zu den Hauptursachen für die illegale Einwanderung gehörten, so der Minister.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Das Abkommen über die Zusammenarbeit in der Kohlenwasserstoffindustrie biete Ungarn eine weitere Option für Ölimporte auf dem Seeweg, falls Rohöllieferungen nach Ungarn über die Ukraine unmöglich würden, sagte Szijjártó. Da Energieversorgungsprobleme ein globales Problem sind, spielen geografische Entfernungen eine geringere Rolle, und es müssen alle globalen Energiequellen berücksichtigt werden, sagte Szijjártó. Er wies darauf hin, dass Ecuador einer der größten Erdölproduzenten Lateinamerikas sei und mit einer Fördermenge von 140.000 Barrel pro Tag einen Beitrag zu Diversifizierungsprozessen in weit entfernten Teilen der Welt leisten könne. Ungarns Energieversorgung sei sicher, müsse aber auf ein Szenario vorbereitet sein, in dem der Erdöltransit durch die Ukraine unmöglich gemacht werde, so der Minister. „In diesem Fall bliebe als einzige Option die Lieferung auf dem Seeweg, und in diesem Fall müssen wir eine der größten lateinamerikanischen Rohölquellen in Betracht ziehen“, sagte er.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Ein weiterer Aspekt des Abkommens betreffe den Einsatz ungarischer Technologie zur Steigerung der Effizienz der Ölförderung. Die ecuadorianische Regierung habe beschlossen, die Effizienz der Förderung bestehender Ölfelder zu verbessern, anstatt neue Felder zu erschließen, sagte Szijjártó. Dafür benötige man Technologien, bei denen das ungarische Öl- und Gasunternehmen MOL ein führender Anbieter sei, sagte er. Gespräche über die Nutzung der von MOL angebotenen Lösungen seien bereits im Gange, fügte er hinzu. In Bezug auf die bilaterale wirtschaftliche Zusammenarbeit sagte Szijjártó, dass Ecuador große Mengen an Ausrüstungen für die Lebensmittelindustrie aus Ungarn importiere und dass das Land auch ungarische Wasseraufbereitungsanlagen nutze.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden