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Finanzierung der Impfungen für Organtransplantierte ist weiterhin ungelöst

Die Finanzierung der Impfungen für Organtransplantierte ist weiterhin ungelöst. Nach Ansicht des Ungarischen Verbands der Organtransplantierten (MSZSZ) wäre eine kostenlose Impfung fachlich gerechtfertigt und auch wirtschaftlich eine vernünftige Entscheidung – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.

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In einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur MTI schrieb der Verband am Montag: Das Immunsystem von Organtransplantierten ist dauerhaft geschwächt, daher sind Impfungen in ihrem Fall nicht optional, sondern ein integraler Bestandteil der Versorgung. Wer keine ausreichenden Antikörper gegen die grundlegenden Impfungen hat, kann nicht einmal auf die Warteliste gesetzt werden, was in ihrem Fall Kosten von bis zu 100-150 Tausend Forint verursachen kann. Hinzu kommen später noch Impfungen, die dazu beitragen, Infektionen zu vermeiden, die sogar zu Organabstoßungen oder zum Tod führen können. Der MSZSZ wartet seit mehr als sieben Monaten auf eine substanzielle Entscheidung und eine konkrete Finanzierungslösung seitens der Gesundheitsbehörden, obwohl alle fachlichen Begründungen und Kostenberechnungen vorliegen, schrieben sie und fügten hinzu, dass die Situation etwa 1340 Patienten auf der Warteliste und etwa 5500 bereits transplantierte Menschen betrifft.

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Sie wiesen auch darauf hin, dass die Kosten für eine Organtransplantation in Ungarn zwischen 6,7 und 20 Millionen Forint liegen und die geschätzten Kosten für die Finanzierung der für diese Gruppe bestimmten Impfungen 220 bis 350 Millionen Forint pro Jahr betragen würden. Davon entfallen auf die 560 neuen Patienten, die 2025 auf die Warteliste gesetzt wurden, voraussichtliche Kosten von 100 bis 200 Millionen Forint pro Jahr, während die jährlichen Kosten für die empfohlenen Impfungen für bereits transplantierte Patienten auf 120 bis 150 Millionen Forint geschätzt werden. Ihrer Darstellung zufolge können die Gesamtkosten für die erforderlichen Impfungen bei einem Patienten mit einer Organtransplantation oder einem Patienten, der auf ein Organ wartet, je nach Alter und Risikoprofil mehrere hunderttausend Forint betragen. Dazu gehören beispielsweise die Impfung gegen Pneumokokken, die Immunisierung gegen Hepatitis und Meningitis, die jährliche Grippeimpfung, gegebenenfalls die HPV-Impfung sowie der Schutz bestimmter Patienten vor Gürtelrose oder RSV. All dies sind Infektionen, die bei immungeschwächten Menschen zu schweren Komplikationen führen können.

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Laut MSZSZ wird die Kostenfreiheit von Impfungen von der Fachwelt – einschließlich der Transplantationsabteilung des Fachkollegiums für Gesundheitswesen – eindeutig unterstützt. Ihrer Stellungnahme zufolge wäre eine kostenlose Impfung für Menschen, die auf ein Organ warten, und für Transplantationspatienten gerechtfertigt. Die fachliche Begründetheit dieser Frage wird auch von der Gesundheitsbehörde nicht bestritten, dennoch wurde seit einem Jahr keine Entscheidung in der Sache getroffen, schrieben sie.

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