Der März brachte einen Rückgang der Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt mit sich: Landesweit betrug der Rückgang im Monatsvergleich 9 Prozent und im Jahresvergleich 13,9 Prozent. Gleichzeitig stieg das Angebot: Im dritten Monat wurden 35.500 neue Wohnimmobilienanzeigen veröffentlicht, was laut einer Mitteilung von ingatlan.com vom Dienstag an die Nachrichtenagentur MTI einem Anstieg von fast 2 Prozent gegenüber Februar entspricht – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Ihrer Analyse zufolge trifft der Rückgang der Nachfrage auf ein wachsendes Angebot, was eine Stärkung der Verhandlungsposition der Käufer und eine weitere Verlangsamung des Preisanstiegs bei Wohnimmobilien prognostiziert. László Balogh, leitender Wirtschaftsexperte bei ingatlan.com, erklärte in der Mitteilung: Den Daten zufolge war der Wohnungsmarkt im März von einer abwartenden Haltung geprägt. Da die meisten Immobilienkäufe bereits mit der Aufnahme eines Kredits verbunden sind, was eine Verpflichtung von 15 bis 20 Jahren mit sich bringt, treffen seiner Meinung nach viele ihre Entscheidung erst nach der Wahl. Darüber hinaus mahnen die unsicheren wirtschaftlichen Aussichten im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt im Nahen Osten einen Teil derjenigen zur Vorsicht, die einen Immobilienkauf planen. Ähnliches geschah im Frühjahr 2022, als der russisch-ukrainische Krieg ausbrach, was auch die Nachfrage nach Wohnimmobilien erheblich zurückwarf, merkte er an.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Dem Experten zufolge beeinflusst auch der saisonale Effekt die Entwicklung des Wohnungsmarktes im März, da die Nachfrage bereits im vergangenen Jahr von Februar auf März zurückgegangen war, wenn auch damals der Rückgang mit 13 Prozent höher ausfiel als derzeit. Bei dem im März dieses Jahres im Jahresvergleich zu beobachtenden zweistelligen Nachfragerückgang spielte auch der Basiseffekt eine Rolle: Vor einem Jahr hatten nämlich Investoren, die ihre Investitionen in Staatsanleihen auf den Wohnungsmarkt umgelenkt hatten, das Interesse an zum Verkauf stehenden Wohnimmobilien auf einen Höchststand getrieben – sagte er. Der Analyse zufolge stieg die Nachfrage nach Wohnimmobilien im Komitat Somogy entgegen dem landesweiten Trend im Vergleich zum Februar minimal um 0,1 Prozent. Im Vergleich zum März des Vorjahres sorgte das Komitat Fejér mit einem Nachfrageanstieg von 1,5 Prozent für eine Überraschung.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Laut László Balogh ist es vorerst fraglich, ob die gute Entwicklung der beiden Komitate von Dauer sein wird. Im Komitat Somogy trug die Beliebtheit der Immobilien am Balaton zu diesem Ergebnis bei. Fejér wird neben der Nähe zum Velence-See auch dadurch aufgewertet, dass immer mehr Ortschaften dort gleichzeitig zum Ballungsraum Budapest und zum Ballungsraum Székesfehérvár gehören. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass die Zunahme des Angebots innerhalb des Landes erhebliche Unterschiede aufweist. Im Komitat Bács-Kiskun stieg das Angebot innerhalb eines Monats um 13,7 Prozent, im Komitat Baranya um 11,9 Prozent. Auch Budapest war von einer Zweiteilung geprägt: Ein Drittel des neuen Angebots konzentrierte sich auf die Hauptstadt, während die Nachfrage sowohl im Jahres- als auch im Monatsvergleich um mehr als 10 Prozent zurückging.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
